Berufstätige Mutter

Als berufstätige Mutter flexibel bleiben

So schaffen Sie sich Freiräume

Viele Mütter kennen das: Termindruck verursacht Stress, weil meist weder die Kinder noch der Job in starre Zeitpläne passen. So bringen Sie beides unter einen Hut.

Viele berufstätige Mütter kommen im Alltag immer wieder in Situationen, in denen die Zeit einfach hinten und vorne nicht ausreicht, um allen anstehenden Aufgaben gerecht zu werden. Das Zauberwort heißt Flexibilität. Im Idealfall hätte die Mutter mittags Zeit, sich mit dem Lehrer in der Schule zu treffen, ohne gleich Urlaub zu nehmen. Und im Idealfall kann sie püntklich Feierabend machen, wenn sie ihr Kind von der Kita abholen muss. Um flexibler zu sein, müssen Mütter, die einem Beruf nachgehen, ganz bewusst und aktiv ein persönliches Umfeld schaffen, das ihnen Freiräume ermöglicht. Folgende Tipps können hilfreich sein:

Planen Sie Pufferzeiten ein.

Falls Sie es mit Ihrer Wochenarbeitszeit vereinbaren können, ist das Einplanen von Pufferzeiten ideal. Damit sind feste Zeiten gemeint, an denen nichts geplant ist. Mindestens 6 bis 8 Stunden Puffer pro Woche wären ideal, zum Beispiel:

  • An 4 Tagen pro Woche arbeiten, während das Kind an 5 Tagen in der Kita ist.
  • Die Arbeit um 14 Uhr beenden, obwohl die Kita erst um 16 Uhr schließt.

 

Diese Pufferzeiten können dafür verwendet werden, den ganz normalen Alltag stressfreier zu gestalten: Einkaufen ohne Diskussionen über Süßigkeiten, Arzttermine unter vier Augen, mal etwas länger im Büro bleiben, um etwas fertig zu bekommen oder wenn ein Meeting spontan verlegt wurde. Das Mehr an Zeit sollte jedoch nicht komplett durch den Alltag „verbraucht“ werden. Es ist wichtig, tagsüber auch mal Zeit für sich zu haben: Sport machen, Freunde treffen, Hobbys pflegen oder einfach mal nichts tun. Ohne diese Rückzugsoasen kann es mittelfristig zu Frustration und Erschöpfung kommen.

 

Berufstätige Mutter

Fordern Sie Unterstützung durch den Partner ein.

Eine der wichtigsten Stützen für berufstätige Mütter ist der eigene Partner. Auch ein Partner, der Vollzeit arbeitet, kann das Kind morgens in die Krippe bringen oder einen Impftermin beim Arzt übernehmen. Die Möglichkeiten der heutigen Väter, ihre Vaterrolle anders zu leben als in früheren Generationen, werden immer noch zögerlich wahrgenommen. Doch eine intensive Einbindung in den Alltag der Kinder, die aktive Erziehung und die Präsenz der Väter ist nicht nur eine Bereicherung und Freude für alle, sondern auch eine unentbehrliche Säule in der Bewältigung des Familienalltags. Die Elternzeit ist hierfür beispielsweise ein ideales Angebot.

Stellen Sie eine verlässliche Kinderbetreuung sicher.

Neben Kita, Tagesmutter oder Hort gehört zu einem stabilen Betreuungsnetzwerk auch eine oder mehrere vertraute Bezugspersonen, die das Kind im Krankheitsfall, bei Krippenschließung, Schulferien oder für einen Kurzurlaub auch mal länger betreuen können. In Frage kommen Großeltern oder andere enge Verwandte – sofern Sie das Glück haben, dass diese in Ihrer Nähe wohnen – aber auch Babysitter, Leihomas, Nanny oder Au-pairs. Die Betreuungsperson sollte das Kind regelmäßig betreuen und im Notfall kurzfristig auch mehrere Tage Zeit haben. Darüber hinaus sollte sie Eltern und Kind Geborgenheit und Sicherheit vermitteln.

Bauen Sie sich ein gutes Netzwerk auf.

Ein gewachsenes soziales Netzwerk mit anderen Eltern ist nicht nur Rückzugsort unter Gleichgesinnten, sondern im Notfall auch eine echte Hilfe bei der Betreuung. Zum Beispiel können Sie sich wechselseitig mit dem Bringen und Holen von der Kita oder dem Hort und zu nachmittäglichen Aktivitäten (Sportverein, Musikschule oder einfach zuhause spielen) abwechseln. Denkbar sind ab einem gewissen Alter auch regelmäßige Übernachtungsbesuche bei anderen Kindern. Vielleicht denken Sie auch mal gemeinsam mit anderen Eltern über Babysitter-Sharing nach.

Sorgen Sie für kurze Wege.

Kurze Wege sind wichtig, weil das Leben mit Kindern häufig nicht planbar ist. Je schneller man vom Job in der Krippe oder Schule sein kann, umso besser. Kurze Wege geben Ihnen und Ihrem Kind die Sicherheit, dass Sie schnell vor Ort sein können, wenn Ihr Kind sich plötzlich krank fühlt oder verletzt hat. Und nicht zuletzt sparen kurze Wege viel Fahrzeit, die man besser anders verwenden kann.

Stellen Sie eine Haushaltshilfe ein.

Zur Entlastung hat sich für viele Familien auch die Einstellung einer Haushaltshilfe als hilfreich erwiesen. So können Sie auf Situationen, in denen durch Krankheit oder berufliche Verpflichtungen kurzfristig der Betreuungsbedarf steigt, flexibel reagieren und sind für außergewöhnliche Ereignisse mit einem umfassenden Netzwerk gerüstet.

 

 





Kommentare
  1. Als berufstätige Mutter flexibel bleiben
    Michaela | Freitag,Mai 18.2018

    Ich habe nach meiner Elternauszeit mit reduzierten Stunden wieder zu arbeiten angefangen. Eine Arbeitszeit von 8:30 bis 14:00 Uhr auf meiner alten Stelle als Teamleiterin. Allerdings habe ich mir diese Stelle dann mit einer Kollegin geteilt, die in einer ähnlichen Situation wie ich war. Wir teilen uns die Aufgaben auf und koordinieren selbständig, eine von uns kurtfristig mal Zeit braucht. Auf Neudeutsch nennt sich sowas dann Job-Sharing. Das war letztes Jahr. Und seit Februar habe ich jetzt nochmal um vier Stunden wöchentlich aufgestockt. Je nachdem, wie es läuft würde ich in den kommenden Jahren nochmal aufstocken, da bei uns in nächster Zeit kein weiteres Kind in Planung ist. Alles in allem kann ich das Konzept wirklich empfehlen, weil man einfach nicht so lange aus dem Beruf raus ist und weiterhin interessante Aufgaben hat.

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