fasten fuer senioren

Ist Fasten für Senioren gesund?

Das sollten ältere Semester beachten

Wir fassen die Vorteile des Heilfastens zusammen und geben Senioren Tipps für eine sichere Durchführung des Fastens an die Hand.

Fasten für Senioren

Fasten ist eine sehr alte und bewährte Praxis, die auch heute noch eine Welt voller Vorteile mit sich bringt. Ob als Teil einer religiösen Lebensweise oder aus gesundheitlichen Gründen, Fasten kann eine äußerst bereichernde Erfahrung sein, wenn es denn richtig durchgeführt wird.

In den letzten Jahren hat das Fasten bzw. Heilfasten erneut an Popularität gewonnen. Und gerade in diesen Tagen bereiten sich weltweit wieder viele Menschen darauf vor, die christliche Fastenzeit einzuläuten. Während die heilenden Vorteile des Fastens – sowohl im psychologischen als auch im medizinischen Sinne – auf der Hand liegen, fragen sich einige ältere Menschen vielleicht: Ist das Fasten für Leute im fortgeschrittenen Alter mit Gefahren verbunden? Was sollte ich beim Fasten beachten?

Wir fassen die Vorteile des Heilfastens zusammen und geben Tipps für eine sichere Durchführung des Fastens für Senioren. Bitte beachten Sie, dass jeder vor Beginn des Fastens unbedingt ärztlichen Rat zu diesem Vorhaben einholen sollte.

Was genau ist Fasten?

Im Allgemeinen wird Fasten als Unterbrechung der Nahrungsaufnahme für einen bestimmten Zeitraum definiert. Aber es gibt natürlich verschiedene Möglichkeiten zu fasten. Traditionell ging es darum, während einer festgelegten Periode im Kalenderjahr auf Lebensmittel zu verzichten – komplett oder nur auf ausgewählte Lebensmittel. Viele Menschen fasten jedes Jahr aus religiösen Gründen, z.B. während der christlichen Fastenzeit oder dem Ramadan. Bei diesen Fastenarten geht es eher um Meditation, Reflexion und eine Neuorientierung des Geistes.

Andere fasten widerum aus gesundheitlichen Gründen. Dies kann im Rahmen des Heilfastens eine „Totalreinigung“ bedeuten, die häufig darauf abzielt, den Körper zu entgiften. Oder es kann sich auch um kleine tägliche Fasteneinheiten handeln, die als intermittierendes Fasten bekannt sind. Dabei lässt man eine oder mehrere Mahlzeiten pro Tag aus und fastet daher nur während eines bestimmten Tagesabschnitts. Intermittierendes Fasten ist auch über die Woche verteilt mit Einschränkungen an einzelnen Tagen möglich.

Fasten für Senioren

Vorteile des Fastens

Es gibt eine Reihe wissenschaftlicher Belege dafür, dass Fasten positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben kann. Nach einer Fastenperiode berichten Menschen häufig davon, dass sie sich sehr viel besser fühlen als davor. Zu den Vorteilen, die Sie vom Fasten erwarten können, gehören unter anderem:

  • Verbesserter Blutdruck & Herzgesundheit
  • Besseres Ansprechen auf Insulin
  • Gleichmäßiger Blutzuckerspiegel
  • Gestärktes Immunsystem
  • Steigerung des Energielevels
  • Erhöhte geistige Klarheit & Gehirnfunktion
  • Verbesserte Selbstdisziplin
  • Bessere Ernährungsgewohnheiten
  • Unterstützung beim Abnehmen
  • Prävention bestimmter Krebsarten

Ist Fasten im Alter sicher?

Unabhängig vom Alter sollte jeder zunächst einen Arzt aufsuchen, bevor er ernsthaft mit Fasten beginnt. Dies gilt jedoch insbesondere für ältere Menschen. Denn Fasten kann sehr gefährlich werden, wenn unser Körper nicht bereit dafür ist. Es wird im Allgemeinen vom Fasten abgeraten, wenn Sie an einer chronischen Krankheit leiden oder andere gesundheitliche Probleme haben.

Letztendlich müssen aber Sie und Ihr Arzt entscheiden, ob das Fasten eine sichere Option für Sie ist. Für ältere Menschen, die vollkommen gesund sind, kann Fasten eine prima Möglichkeit sein, das allgemeine Wohlbefinden zu steigern und die Lebensqualität zu verbessern.

Wenn Sie als Senior von Ihrem Arzt das Okay erhalten, mit dem Fasten zu beginnen, sollten Sie Sicherheit zu Ihrer obersten Priorität machen. Hier sind ein paar Tipps für eine erfolgreiche Planung der Fastenperiode:

  • Übertreiben Sie es nicht: Vermeiden Sie lange Fastenzeiten, insbesondere wenn Sie zum ersten Mal fasten.
  • Bereiten Sie Ihren Körper auf das Fasten vor: Gönnen Sie sich am Abend zuvor – in dem Glauben, dass Sie Essen zu diesem Zeitpunkt noch genießen dürfen – auf keinen Fall eine Riesenmahlzeit! Verringern Sie stattdessen in den zwei bis drei Tagen vor dem Startdatum Ihrer Fastenperiode schrittweise die Menge an Essen, um Ihren Körper auf das Fasten vorzubereiten.
  • Fahren Sie sportliche Aktivitäten herunter: Klar, es ist immer gut, sich zu bewegen – auch während des Fastens. Aber da Ihr Körper in dieser Zeit auf seine Fettreserven zurückgreift, sollten Sie beim Sport besser einen Gang herunterschalten.
  • Hören Sie auf Ihren Körper: In den ersten Tagen des Fastens ist es normal, dass Müdigkeit, Frösteln und Schwäche auftreten. Wenn Sie jedoch Schmerzen, Schwindel, Verwirrtheit, verschwommenes Sehen oder andere schwerwiegende Nebenwirkungen verspüren, beenden Sie das Fasten und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt.
  • Brechen Sie das Fasten langsam: Nach einer Zeit ohne Nahrungsaufnahme ist es wichtig, den Körper langsam wieder hochzufahren und an essen zu gewöhnen. Starten Sie mit einfacher Brühe oder leicht verdaulichem Gemüse. Vermeiden Sie alles Schwere. Experten empfehlen, dass Sie, egal wie lange Sie gefastet haben, noch einmal die Hälfte dieser Tage damit verbringen sollten, sich an Ihre übliche Ernährung heranzutasten. Wenn Sie also sechs Tage fasten, verbringen Sie einfach die drei folgenden Tage damit, wieder zu einer normalen Essroutine zurückzukehren.
  • Erwarten Sie keine Wunder beim Gewichthalten: Ein weiterer wichtiger Hinweis, insbesondere für diejenigen, die schnell abnehmen, ist, dass Sie das meiste Gewicht, das Sie während des Fastens verlieren,  höchstwahrscheinlich wieder zurückzugewinnen werden. Denn es handelt sich um Wassergewicht und dieses kehrt i.d.R. zurück, sobald Sie wieder Lebensmittel zu sich nehmen. Das ist normal und natürlich. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Sie haben mit dem Fasten zumindest Ihren Stoffwechsel angeregt und einen erheblichen Schritt in Richtung einer besseren Gesundheit getan.

Wenn Ihr Arzt Ihnen vom Fasten abrät, Sie aber dennoch an der Fastenzeit teilhaben möchten, gibt es alternative Möglichkeiten: So können Sie beispielsweise auf Zucker, Kaffee, Tabak oder Alkohol verzichten. Sie können auch Medienfasten ausprobieren und eine Weile Ihren Fernseher und das Internet ignorieren.

Wie auch immer Sie fasten, achten Sie auf Ihre Sicherheit und Ihr Wohlbefinden und befolgen Sie die richtigen Schritte, um vor allem die positiven Auswirkungen des Fastens zu spüren. Wir wünschen eine gute Fastenzeit!

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