Die Vorbereitung auf den Kindergarten

9 Tipps für einen gelungenen Kita-Start

Die Vorbereitung auf den Kindergarten

Eine erfolgreiche Eingewöhnung beginnt nicht erst mit dem ersten Besuch im Kindergarten. Bereits vor dem großen Tag können Sie Ihr Kind auf diesen spannenden neuen Abschnitt vorbereiten.

Der Beginn der Kindergartenzeit ist für Kinder und Eltern ein großer Schritt. Im Vorfeld sollten Sie sich für ein Kindergartenkonzept entscheiden, auf das Sie vertrauen und das am besten zu Ihrem Kind passt. eine Übersicht über die unterschiedlichen Kindergartenkonzepte finden Sie hier: Kindergarten Konzepte im Überblick

 

Der Nachwuchs verbringt nun einen großen Teil seines Tages außerhalb der Obhut der Familie und lernt viel Neues kennen. Wenn der erste Tag im Kindergarten näher rückt, kreisen Ihre Gedanken sicherlich vor allem um das Thema Eingewöhnung. Doch schon bevor Sie Ihr Kind das erste Mal in der Kita abgeben, können Sie dafür sorgen, dass Ihrem Kind der Kita-Start leichter fällt. Mit der richtigen Vorbereitung gelingt es.

1. Die Trennung auf Zeit üben

Üben Sie, für eine Weile voneinander getrennt zu sein, bevor die Eingewöhnung im Kindergarten beginnt. Lassen Sie Ihr Kind zum Beispiel stundenweise von Oma und Opa, den Eltern befreundeter Kinder oder von einem zuverlässigen Babysitter betreuen. So kann sich Ihr Kind daran gewöhnen, für eine Weile von Ihnen getrennt zu sein und lernt, dass Mama und Papa auch wieder zum Abholen kommen. Auch für Sie ist dies eine gute Vorbereitung, denn das Loslassen kann auch Eltern anfangs schwer fallen.

2. Realistische Erwartungen vermitteln

Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, was es im Kindergarten erwartet: Dass dort viel gespielt wird, es andere Kinder trifft und es viel Neues und Interessantes zu entdecken gibt. Erklären Sie Ihrem Kind aber auch, dass es im Kindergarten Regeln gibt, an die sich alle Kinder halten müssen und dass es untereinander auch mal zu Streit kommen kann. Indem Sie bei Ihrem Kind realistische Erwartungen wecken, verhindern Sie Enttäuschungen.

3. Bücher zur Vorbereitung nutzen

Kinderbücher, die sich mit dem Thema Kindergarten befassen, sind eine schöne Möglichkeit, Ihr Kind auf die Kita vorzubereiten und seine Vorfreude und Neugierde zu wecken. Mithilfe altersgerechter Bilderbücher kann Ihr Kind schon einmal in die große neue Kindergarten-Welt eintauchen. Geeignete Bücher zum Vorlesen sind zum Beispiel „Mein erster Tag im Kindergarten“ (Frauke Nahrgang, Ravensburger), „Max geht in den Kindergarten“ (Christian Tielmann, Carlsen) oder „Mein Kindergarten“ (Doris Rübel, Ravensburger).

4. Kinder bei Besorgungen einbeziehen

Beziehen Sie Ihr Kind bei Besorgungen für den Kindergarten ein, indem Sie es Trinkflasche, Brotdose, Rucksack und andere Dinge, die auf der Packliste für den Kindergarten stehen, selbst aussuchen lassen. Lassen Sie Ihr Kind bei der Auswahl des Pausenbrotes für den ersten Tag im Kindergarten mitentscheiden (unser Pausenbrot-ABDC hilft dabei) und packen Sie ein paar Lieblingssnacks ein. Die schönen neuen Sachen und eine lecker gefüllte Lunchbox steigern die Vorfreude.

5. Den Kindergarten vorab besuchen

Sobald Sie die Zusage für einen Kitaplatz für Ihr Kind haben, erkundigen Sie sich, ob dort Schnuppertage für Neulinge angeboten werden und ob es einen Tag der offenen Tür für Eltern und Kinder gibt. Schauen Sie wenn möglich vorab zu einem Besuch im Kindergarten vorbei, damit sich Ihr Kind mit der neuen Umgebung vertraut machen kann. So fühlt es sich an seinem großen Tag in den Räumen der Kita nicht komplett fremd. Sie können auch beim nächsten Spaziergang eine Route wählen, die Sie an der Kita vorbeiführt – so gewöhnen Sie sich gleichzeitig an den Weg dorthin.

6. Abläufe rechtzeitig proben

Der erste Tag im Kindergarten ist für Ihr Kind und Sie bereits aufregend genug. Vermeiden Sie Stress und Hektik, indem Sie Abläufe vorher proben und morgens ausreichend Zeit einplanen. Zeitdruck und Eile können die Vorfreude schnell verpuffen lassen.  Üben Sie Vorgänge wie das Aufstehen und Anziehen am Morgen einige Wochen im Voraus, so dass Sie, wenn es „ernst“ wird, schon eine Routine verinnerlicht haben, die Ihrem Kind zudem ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit gibt.

7. Positive Stimmung vermitteln

Sagen Sie Ihrem Kind, wie stolz es sein kann, schon bald ein Kindergartenkind zu sein und wie toll Sie es finden, dass es so viele Dinge bereits ganz allein tun kann. Geben Sie Ihrem Kind zu verstehen, dass der Beginn der Kindergartenzeit ein schönes Ereignis ist, auf das Sie sich freuen. Ihr Kind spürt, wenn Sie es nur schweren Herzens abgeben, wird darauf mit Angst und Unsicherheit reagieren und als Folge möglicherweise nicht mehr in den Kindergarten gehen wollen. Eine positive Stimmung  überträgt sich auf Ihr Kind und bestärkt es darin, sich ebenfalls zu freuen und keine Angst zu haben.

8. Kontakte zu anderen Kindern knüpfen

Einen Freund in der Kita zu haben, kann den Start für Ihr Kind ungemein erleichtern. Vielleicht besucht ja ein bekanntes Gesicht vom Spielplatz oder der Krabbelgruppe dieselbe Kita? Erkundigen Sie sich bei befreundeten Eltern und in der Nachbarschaft, ob es dort Kinder gibt, die in Ihre Kita gehen werden oder diese bereits besuchen. Wenn die Kinder sich vorab kennenlernen, können so schon erste Kontakte zwischen den Kleinen entstehen. Ideale Bedingungen für die spätere Eingewöhnung und einen guten Start in der Kita!

9. Vertrauen in das Kindergartenkonzept haben

Sie sollten Vertrauen in das Konzept Ihrer Kita und in die Erzieherinnen haben und sicher sein, dass es Ihrem Kind im Kindergarten gut geht. Informieren Sie sich rechtzeitig über und entscheiden Sie, welches am besten zu Ihnen und Ihrem Kind passt. Dann können Sie gelassener sein und Ihren Sprössling ruhigen Gewissens abgeben.

 





Kommentare
  1. 9 Tipps für einen gelungenen Kita-Start
    Jonas | Donnerstag,Juli 06.2017

    Hallo alle zusammen, vielen Dank für diesen hilfreichen und informativen Beitrag. Unser Kind ist nun auch in dem Alter, wo es in den Kindergarten gehen muss und wir haben schon große Befürchtungen, dass es sich in der Anfangsphase zu einem kleinen Desaster entwickelt, weil es sich schon sehr an uns gewöhnt hat. Von daher kommen die genannten Tipps wie gerufen. Als wir uns auf der Suche nach einem Kindergarten in Baden gemacht haben, wurden wir Dank des Internets schnell fündig. Viele GrüßeJonas

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