Absprachen mit dem Kinderbetreuer

Formalitäten zwischen Familie & Kinderbetreuer

Vertragliches mit dem Kinderbetreuer regeln

Wenn Sie sich für einen Kinderbetreuer entschieden haben, sollten Sie verbindliche Absprachen treffen und diese schriftlich festhalten.

Formalitäten Kinderbetreuer

Sie haben sich für einen geeigneten Kinderbetreuer entschieden? Dann geht es nun darum, sich um den formalen Teil des Einstellungsprozesses zu kümmern. Dabei ist es wichtig, verbindliche Absprachen zu treffen und diese schriftlich festzuhalten. Je mehr Dinge bereits im Vorfeld geregelt sind, desto weniger Missverständnisse und eventuelle Ärgernisse können später auftreten. Folgende Punkte sind dabei besonders wichtig:

Vertrag

Setzen Sie mit dem Kinderbetreuer einen Vertrag auf und besprechen Sie dessen Inhalte. Achten Sie darauf, dass der Vertrag Zusatzleistungen wie Urlaub, Fehltage und bezahlte Urlaubstage beinhaltet. Außerdem: Kündigungsfristen, Probezeit, Festlegung der genauen Tätigkeiten, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und an Feiertagen, Melde- und Nachweispflichten im Falle einer Krankheit und die Ausschlussfrist, die mindestens drei Monate betragen muss.

Bezahlung

Vereinbaren Sie eine angemessene Bezahlung, je nach Arbeitsdauer und Erfahrung des Betreuers. Mit unserem Stundenlohnrechner können Sie vorher ganz einfach in Erfahrung bringen, wie hoch der ortsübliche Lohn in Ihrer Region ist. Vereinbaren Sie außerdem einen Auszahlungstermin: wöchentlich, monatlich oder alle 2 Wochen.

Formalitäten Kinderbetreuer

Anmeldung bei der Minijob-Zentrale

Kommt die Kinderbetreuung wiederkehrend, egal ob einmal oder mehrfach pro Monat, und verdient monatlich bis zu 450 Euro, sollten Sie ihn bei der Minijob-Zentrale anmelden. Als Arbeitgeber können Sie 20 Prozent der Kosten bzw. bis zu 510 Euro im Jahr von der Steuer absetzen.

Versicherungen & Vertretung

Klären Sie, ob Ihr Betreuer eine gültige Haftpflichtversicherung hat. Besprechen Sie außerdem mit der Kindertagespflegeperson, wer bei Krankheit oder Urlaub auf Ihr Kind aufpassen soll und wer im Notfall einspringen kann.

Kindersicherheit

Klären Sie Ihren Kinderbetreuer über mögliche Risiken auf, wie Allergien oder bestimmte Nahrungsmittelunverträglichkeiten Ihrer Kinder und erklären Sie ihm, ob und wo die Kinder draußen sicher spielen können oder ob es Plätze gibt, die er meiden sollte.

Zeiten & Haushaltsregeln

Schreiben Sie in der ersten Woche eine Art Wochenplan auf: Stundenplan, Nickerchen, Unterricht und Aufgaben, außerschulische Aktivitäten, Mahlzeiten, Snacks und Hausaufgaben. Erläutern Sie außerdem Regeln für die Mediennutzung (Fernsehen, Computer, Smartphone etc.).

Kontaktpersonen vorstellen

Stellen Sie den neuen Kinderbetreuer wichtigen Kontaktpersonen (Nachbarn, Erziehern, Lehrern, Freunden) vor. Viele Einrichtungen verlangen zudem eine schriftliche Vollmacht, wenn Sie möchten, dass der Betreuer die Kinder von der Krippe, dem Kindergarten oder der Schule abholt.

Rituale übermitteln

Ihr Kinderbetreuer sollte unbedingt über die Vorlieben Ihrer Kleinen Bescheid wissen (Lieblingskuscheltier, Schlafdecke, Schnuller etc.). Auch gewohnte Abläufe sollten Sie erklären und beim ersten Betreuungstermin gemeinsam einüben. Es beruhigt Kinder, wenn trotz der Abwesenheit der Eltern gewohnte Muster, etwa beim Zubettgehen, erlebt werden.

Wir wünschen Ihnen für die Zusammenarbeit mit Ihrem Kinderbetreuer alles Gute und hoffen, dass wir Sie mit unseren Ratschlägen ein Stück des Weges begleiten konnten. Sollten Sie weitere Fragen zum Thema haben, nutzen Sie gern die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag.

Weitere Artikel:

Formalitäten Kinderbetreuer



Diesen Artikel kommentieren
*

*